MRT Schachtsanierung

Nie mehr in den Schacht:

Innovation automatisiert Instandsetzungsarbeiten


Der bekanntlich zu einem großen Teil sehr schlechte Zustand der Kanalschächte Deutschlands stellt Kommunen und Kanalnetzbetreiber vor große Herausforderungen. Lag der Fokus bei der Sanierung von Abwassernetzen in geschlossener Bauweise bisher auf den Kanälen, stehe nun die Schächte auf der Agenda. Die innovative MRT Technologie der HDT GmbH verbindet die Vorteile des Hightechmörtels ombran MHP der MC-Bauchemie mit einer einzigartigen automatisierten Verfahrenstechnik, die den Erfordernissen an Arbeitsschutz, Zeitersparnis und Kosteneffizienz optimal begegnet. Damit werden auf gänzlich neue Weise alte Probleme im Schacht gelöst. Ingenieurbüros, Netzbetreiber und Entwässerungsbetriebe zeigen sich begeistert von den neuen Möglichkeiten.

 

Der Hightech-Mörtel zur kompletten Instandsetzung von begehbaren Kanälen und Schächten ombran MHP ist bekannt für seine Vorteile. Die schnelle Wasserbelastbarkeit (1,5 bis 3 Std) und einfache Verarbeitung sind charakteristisch und reduzieren die Ausfallzeiten im Kanalsystem. Die patentierte DySC®-Technologie (*Dynamic SynCrystallisation*) des Reprofilierungs-und Beschichtungssystems führt dazu, dass die Dichtigkeit der Beschichtung während der Nutzung zunimmt und sich der Porenraum laufend minimiert. Das Ergebnis ist eine hohe Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit.

 

Neben der Hand- und Spritzverarbeitung ist seit 2010 auch die Schleuderverarbeitung möglich. Die Vorteile des Mörtels werden mit denen einer einzigartigen Verarbeitungstechnologie – der automatisierten Schachtschleuderanlage MRT – kombiniert.

Höchste Verarbeitungsqualität bei rascher Wasserbelastbarkeit

Im Zuge der Sanierung eines Kanalabschnittes in der südlichen Nürnberger Altstadt demonstrierte die MC-Bauchemie die neue Technologie dem städtischen Eigenbetrieb SUN (Stadtentwässerung und Umweltanalytik).

 

Bisher mussten sich Mitarbeiter von Sanierungsbetrieben in enge Schächte zwängen, um sowohl das Bauwerk für die Sanierung vorzubereiten als auch die Beschichtung aufzubringen. In Nürnberg senkte sich stattdessen die mit einer Steuereinheit betriebene, automatisierte *Blasting Unit* in den 3 m tiefen Betonschacht DN 1000 mit Kreisprofil. Mit dieser Innovation wurde der Untergrund für die Sanierung vorbereitet. Schließlich folgte der Einsatz der MRT *Spinning Unit*. Der automatisierte steuerbare Schleuderkopf ist das Herzstück des Systems. Dieser rotierende Schleuderkopf bringt den Hightech-Mörtel ombran MHP-SP – speziell für die Spritz- und Schleuderverarbeitung entwickelt – auf den vorbereiteten Untergrund auf. Im Schleuderkopf wird durch Rotationsenergie das Material beschleunigt und durch die hohe Geschwindigkeit beim Aufprall verdichtet. Beide Einheiten sind extrem stabil. Die *Blasting Unit* arbeitet mit Drücken von bis zu 500 bar ohne dabei aufzuschaukeln. Dafür sorgt die Konstruktion: Zwei pneumatische Schwingungsdämpfer mit Rolle fixieren sie zuverlässig im Schacht. Die *Spinning Unit* hat dank der Konstruktion des Gehäuses ihren stabilen Schwerpunkt mittig im Schacht.

Perfektion ohne Mann im Schacht

Mit der Innovation der HDT GmbH wurden die Wände mit einer Wasser-Granulat-Mischung zunächst bis auf den festen Kern gestrahlt, so dass der Untergrund für die weiteren Instandsetzungsschritte optimal vorbereitet war. Die zentrisch im Schacht versenkbare Wasser-Granulat-Strahleinheit sorgt dafür, das sich der erste und wichtigste Arbeitsgang auf höchstem Qualitätsniveau durchführen lässt. Hierdurch wird umgangen, dass sich ein Mitarbeiter mit Lanze in der Hand den rund 350 bis 500 bar Strahldruck in dem sehr kleinen Bauwerk (i. d. R. 1 m Durchmesser) aussetzen muss. Hatte man diesen widrigen Bedingungen in der Vergangenheit ausweichen wollen, konnte der Schacht lediglich von der Straßenoberfläche quasi *von oben* nur ungenügend für die Neubeschichtung vorbereitet werden. Dieses Vorgehen genügt den technischen Standards in keiner Weise und ist daher keine wirkliche Alternative. Die allerdings bietet das MRT System.

Auch die Beschichtungsqualität überzeugt

Die MRT erreicht pro Quadratmeter zuverlässig eine Schichtdicke von 15 mm innerhalb von 3 Minuten. Dies sorgt in Nürnberg für überraschte Begeisterung: * Früher haben wir mindestens einen Tag gebraucht, um einen solchen Schacht zu reinigen und neu zu verkleiden*, so ein Mitarbeiter der SUN. In der Nürnberger Altstadt war beides innerhalb von zwei Stunden erledigt. Die Auswirkungen für Sanierungsarbeiten an vielbefahrenen Hauptstraßen liegen auf der Hand: *Wenn solche Straßen nur wenige Stunden statt eines ganzen Tages gesperrt werden müssen, profitieren auch die Bürger* erläutert Uwe Rother vom Fachbereich ombran der MC-Bauchemie während der Sanierung in Nürnberg.

 

Mit Hilfe der computergestützten *Control Unit* wird der gesamte Sanierungsablauf automatisch gesteuert und kontrolliert. Ein eingebautes Wegemess-System überwacht die Untergrundvorbereitung und den Beschichtungsprozess. Die *Spinning Unit* arbeitet bei der Beschichtung sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn. So entstehen keine Spritzschatten und die Oberfläche ist außergewöhnlich gleichmäßig beschichtet.

Auch rundes und Rechteckiges Mauerwerk ist kein Problem

Dass die Schnelligkeit des Systems noch einen weiteren entscheidenden Vorteil bietet, zeigte sich auch bei der Sanierung eines 2,5 m tiefen Mauerwerkschachtes DIN 1000 mit Kreisprofil für das Tiefbauamt der Stadt Bottrop: *Die Sanierungszeit ist um bis zu 80% reduziert. Damit werden die Kosten erheblich gemindert – auch für die Wasserhaltung, die nicht mehr in bisherigem Umfang nötig ist*, so ein Mitarbeiter des Tiefbauamts. In Bottrop überzeugten sich Vertreter mehrerer Kommunen wie Wesel, Monheim und Rheinberg sowie Ingenieurbüros und Kanalsanierungsunternehmen von der Arbeitsweise und Technologie der neuartigen MRT. Grundsätzlicher Tenor: Die Arbeitssicherheitsaspekte sind bei dieser neuartigen Technologie in ganz besonderer Weise berücksichtigt. Kanalsanierer müssen ihre Mitarbeiter nicht mehr unter widrigsten Bedingungen in den Schacht schicken.

 

In Neuss sanierte die MC-Bauchemie einen 4 m tiefen rechteckigen Mauerwerksschacht von 1000 x 1000 mit dem MRT Sstem für die InfraStruktur Neuss AöR. Hier beeindruckt die Schnelligkeit des Systems ebenfalls. Besonders die im Vergleich zur manuellen Beschichtung gleichmäßig hohe Qualität, die durch die Automatisierung erreicht wird, überzeugte. Die Ecken des Schachtes wurden nach der Untergrundvorbereitung ohne weitere Vorarbeiten mitbeschichtet. Die Schleuderanlage erzeugte auch in diesen kritischen Bereichen ein einheitlich gutes Ergebnis.

Fazit

Das Zusammenspiel von innovativer Applikationstechnik der MRT sowie neuartigen und dennoch bewährten Materialien der ombran MHP-Familie ermöglichen Anwendern und Nutzern eine deutliche wirtschaftlichere Schachtsanierung mit bisher nicht erreichten Dauerhaftigkeiten. Die Produkte der ombran MHP-Familie sorgen dabei dank der patentierten DySC®-Technologie im Sinne von Bauherren, Planern und Verarbeitern für eine größtmögliche (Investitions-) Sicherheit bei der Instandsetzung und Nutzung.

 

Für die Netzbetreiber, die sich *Live am Schacht* von der Leistungsfähigkeit der Kombination aus Material und Maschine – ombran MHP-SP und MRT – überzeugt haben, *sind die Vorteile der Technologie absolut klar*, wie Hubert Theißling vom Tiefbauamt der Stadt Münster stellvertretend resümiert.

 

 

Quellen: WAZ, 28 Oktober 2010

Nürnberger Nachrichten, 7. April 2011